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Übersäuerung / Macht sauer wirklich lustig?

von Fitnessexpertin Katrin Kotira
Übersäuerung
Sauer macht lustig. Noch so eine alte Volksweisheit, deren Wahrheitsgehalt jedoch nur bedingt zutrifft. Was steckt genau hinter dieser Annahme. Eine Analyse.

Sauer macht lustig. Das gilt wohl für jeden, der herzhaft in eine Zitrone beißt – und damit hat er seiner Gesundheit noch einen guten Dienst erwiesen. Weniger lustig jedoch ist eine Übersäuerung des Körpers. Denn die Aufrechterhaltung eines fein abgestimmten Säure-Basen-Gleichgewichts gilt als Voraussetzung für die optimale Funktionsfähigkeit aller Stoffwechselabläufe. Dafür verfügt der Körper über entsprechende Pufferungssysteme, die bei Veränderungen des ph-Wertes im Blut entsprechend reagieren.

Anfallende Säuren werden in erster Linie über Bikarbonatpuffer neutralisiert und über die ableitenden Organe ausgeschieden. Das geschieht über die Haut in Form von Schweiß, über die Lunge in Form von Kohlendioxyd sowie über die Niere, die z.B. Ammoniak bindet. Von großer Bedeutung für ein optimales Gleichgewicht ist die Ernährung. Leider werden heute nur 20% Basen bildende Lebensmittel und 80% Säure bildende Lebensmittel aufgenommen.

Zuviel tut nicht gut!

Hinzu kommt die (fast unsinnige) Anreicherung von Mineralwasser mit Kohlensäure – also wieder einer Säure. Zudem enthalten viele Kosmetika wie Hautcremes starke Säuren und selbst sei zu hartem (anaeroben) Training entstehen Säuren im Körper (Laktat). Ebenso sind viele Schmerz- und Rheumamittel wahre Säurebildner, und auch Farb- und Konservierungsstoffe haben einen sauren Einfluss.

Chronische Übersäuerung wird heute vor allem als Ursache vieler Zivilisationskrankheiten diskutiert. Anzeichen wie körperliche und seelische Unausgeglichenheit, Nervosität, Reizbarkeit, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Sodbrennen, Appetitlosigkeit u.v.m. können erste Zeichen einer solchen Übersäuerung sein.

Ausgewogenheit tut Not

Um ein den Körper etwas Gutes zu tun, sollte man vor allem auf eine basenreiche Kost achten, was Vegetariern nicht schwer fallen dürfte. Daraus ergibt sich auch schon, dass der Großteil der basischen Lebensmittel aus Obst und Gemüse besteht, ebenso wie stilles (!) Mineralwasser. Stark säurebildend sind dagegen Fleisch, Kaffee, Alkohohl (vor allem Hochprozentiges), zuckerhaltige Produkte, Weißmehlprodukte und einiges mehr. Basische Körperpflege, mindestens 2-3 Liter stilles Wasser und wohl dosiertes körperliches Training tragen ebenfalls zu einem gesunden Säure-Basen-Gleichgewicht bei.

Text: Katrin Kotira
Foto: Istockphoto
Katrin Kotira
Katrin Kotira
Leipzig

Katrin Kotira - lizensierte Personal Trainerin - betreut seit 6 Jahren Ihre Kunden u.a. in einem eigenen Personal-Training-Studio in Leipzig. Zum Service gehört u.a. die Durchführung der Leistungsdiagnostik (Ergospirometrie)im Studio sowie die Anfahrt innerhalb des Stadtgebietes und Bereitstellung von Trainignsgeräten und Trainingsgetränken ohne Mehrkosten. Für eine noch bessere ganzheitliche Betreuung befinde ich mich derzeit in Ausbildung zum Sportheilpraktiker

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